Abschlussveranstaltung Stadtradeln 2026: Radfahren verbindet Fitness, Freude und Klimaschutz
Beim diesjährigen Stadtradeln kommen im Landkreis über 400.000 gefahrene Kilometer zusammen. „Das Schöne am Stadtradeln ist, dass jeder gewinnt“, begrüßte Landrätin Christiana Steinbrügge die zahlreichen Gäste der Siegerehrung am DGH Schladen am Dienstagabend. „Stadtradeln bedeutet Fitness, Freude und Klimaschutz“, betonte Steinbrügge.
Wer mit dem Rad zur Arbeit oder zum Einkauf fahre oder sportlich unterwegs sei, sorge für seine Fitness. Eine gemeinsame Radtour mit Familie und Freunden mache Spaß, und wer schließlich seinen Verbrenner stehen lasse und stattdessen das Fahrrad nehme, verursache weniger schädliche Klimagase. „Auf diese Weise haben wir in diesem Jahr 67 Tonnen Kohlendioxid vermieden“, so Steinbrügge.
Die Landrätin warb bei der Siegerehrung fürs Radfahren. „Unsere Entscheidungen sind nicht egal“, sagte sie. „Das Stadtradeln zeigt, dass wir alle mit unseren Alltagsentscheidungen einen Unterschied machen können“, fuhr sie fort. „Auch das wollen wir mit dem Stadtradeln zeigen und uns selbst und andere Menschen motivieren, häufiger das Fahrrad für Alltag und Freizeit zu nutzen.“ Viele Anregungen für Fahrradtouren biete der Tourismusverband Nördliches Harzvorland und die Internetseite Elm-Freizeit.de. Gefördert wird das Stadtradeln vom Regionalverband mit dem Programm „Raus aufs Rad“.
Das Stadtradeln ist insgesamt aber nur ein Baustein für besseres Fahrradfahren. Landkreis, Gemeinden und Stadt arbeiten in vielen Bereichen gut zusammen, um das Radfahren noch attraktiver zu machen. „In den vergangenen Jahren ist hier viel passiert. Beispielsweise wurden mehrere neue Radwege gebaut. Zuletzt die Verbindung Wolfenbüttel–Wendessen bis zum Kreisverkehr an der L627 bei Atzum, der künftig bis Salzdahlum weitergeführt wird. In Kürze wird der Radweg Cremlingen-Hordorf hinzukommen“, erklärte Steinbrügge.
Die Bilanz des diesjährigen Stadtradelns kann sich übrigens sehen lassen: 2424 Menschen machten mit, fuhren 408.000 Kilometer und sparten dadurch 66,9 Tonnen CO2 ein.
Bei den Kommunen brachte die Spitzenreiterin Samtgemeinde Oderwald während der dreiwöchigen Stadtradelzeit vom 3. bis 23. Mai die meisten Kilometer pro Einwohner auf die Piste. 6,78 Kilometer pro Einwohner radelten die 217 aktiven Radfahrer aus der Samtgemeinde zusammen. Wolfenbüttel folgte mit 4,29 Kilometern pro Einwohner (1.448 Radler), Schladen-Werla 3,27 Kilometer pro Einwohner (139 Radler). Den größten Zuwachs an Radfahrenden hatte es in der Samtgemeinde Sickte gegeben. Durch das Mitmachen der Oberschule hatte sich die Teilnehmerzahl verdoppelt. Für die Siegerkommune nahm Bürgermeister Marc Lohmann eine Extrapreis in Empfang. Für einen Aktionstag bekommt die Samtgemeinde Oderwald eine mobile Fahrradwerksatt. Radelnde erhalten am 9. August 2026 von 10 bis 14 Uhr am Bahnhof Börßum ein kostenloses Angebot zur Überprüfung ihres Fahrrades mit Beseitigung kleiner Mängel durch Fahrradmechaniker.
Bestes Team im Landkreis Wolfenbüttel wurde, gemessen an den gefahrenen Kilometern, erneut das Theodor-Heuss-Gymnasium Wolfenbüttel. 137 Radfahrende fuhren 25.229 Kilometer und sparten damit 4,1 Tonnen CO2 ein. Die beste Radfahrende war Nele Fricke vom Team der Freiwilligen Feuerwehr Wittmar-Sottmar. „Ich bin jeden Tag mit dem Rad zur Schule gefahren und danach immer weiter“, sagte sie bei der Siegerehrung. 2.222 Kilometer war sie in den drei Wochen gefahren.
1136 Menschen sind über 100 Kilometer geradelt, berichtete die Landrätin. Zehn von ihnen wurden ausgelost und erhielten als Preis einen Wolfenbüttel-Gutschein in Wert von je 50 Euro. Konstantin Haller (309,6), Dietrich Neumann (556,4) und Susanne Sander (432,5) erhielten den Gutschein direkt zur Preisverleihung, die anderen wurden per E-Mail informiert.