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Datum: 06.03.2026

Internationaler Frauentag am 8. März: »Kein Stillstand, kein Rückschritt - gemeinsam für Geschlechtergerechtigkeit!«

Der 8. März steht für eine weltweite Gemeinschaft weit über die Ländergrenzen hinaus und erinnert daran, dass die Stärke von Frauen keine Grenzen kennt. Es ist ein Tag, um zusammenzustehen, die Beiträge anderer anzuerkennen und sowohl das Erreichte als auch all das zu feiern, wofür wir weiterhin eintreten. Gleichzeitig ist es ein Tag der Reflexion, um auf die bereits gegangenen Schritte zurückzublicken und die Herausforderungen zu bedenken, die noch vor uns liegen.

Deutschland gehört zu denjenigen Ländern, in denen der Internationale Frauentag bereits unmittelbar nach seiner Einführung im Jahr 1911 begangen wurde. Eine entscheidende Rolle spielten dabei die deutschen Sozialdemokratinnen Clara Zetkin und Käte Duncker mit ihrer Forderung "Keine Sonderrechte, sondern Menschenrechte".

Auch wenn bereits viel von der Geschichte des Internationalen Frauentags in Vergessenheit geraten ist, in den vergangenen 115 Jahren hat sich einiges bewegt.

Und das sind einige der kürzlichen Veränderungen in Deutschland:

Der Bundestag stimmt für mehr Schutz für Frauen:

Frauen, die häusliche Gewalt erfahren, sollen einen Rechtsanspruch auf Beratung bekommen. Erstmalig beteiligt sich der Bund an den Kosten. Hintergrund: Fast 400 Frauen werden Opfer von Partnerschaftsgewalt – täglich.

Mutterschutz bei Fehlgeburten ausgeweitet:

Künftig haben betroffene Frauen auch nach einer Fehlgeburt weitreichenden Anspruch auf Mutterschutz. Hintergrund: Etwa jede dritte Frau erlebt eine Fehlgeburt in ihrem Leben.

Lohnlücke zwischen Geschlechtern schrumpft:

Der Verdienstunterschied zwischen Männern und Frauen ist im Jahr 2024 zurückgegangen. Es war der stärkste Rückgang seit Beginn der Berechnungen im Jahr 2006. Hintergrund: Die Lohnlücke von 16 Prozent gefährdet die eigenständige Existenzsicherung von Frauen.

Bluttest statt Bauchspiegelung – Die Diagnose von Endometriose wird einfacher:

Ein paar Tropfen Blut sollen in Zukunft ausreichen, um die chronische Erkrankung Endometriose festzustellen. Hintergrund: Bei dieser gutartigen, jedoch chronisch verlaufenden Erkrankung. wächst Gewebe, welches der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutterhöhle. Die Erkrankung führt von starken Schmerzen über Blähungen, Übelkeit und Erbrechen bis hin zu eingeschränkter Fruchtbarkeit. Eine von neun Frauen und Mädchen ist davon betroffen.

Nach sexuellen Übergriffen - "Pille danach" wird von Krankenkassen übernommen:

Bei einer Vergewaltigung müssen Frauen künftig Notfall-Verhütungsmittel nicht mehr selbst bezahlen. Die Kosten für die "Pille danach" sollen von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden. Hintergrund: Während laut Kriminalstatistik des BKA für das Jahr 2024 insbesondere Gewalttaten, Diebstahl und Einbruch rückläufig sind, gab es bei Sexualstraftaten eine Zunahme um 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2023. Insgesamt wurden 53.451 weibliche Opfer statistisch erfasst.

Bundesgesundheitsministerin startet Dialogprozess Wechseljahre:

Die Wechseljahre sind eine natürliche Übergangszeit in der Lebensmitte von Frauen. In diesem Zeitraum findet eine hormonelle Umstellung statt. Doch viele Frauen fühlen sich alleingelassen, wenn die Hormonumstellung gesundheitliche Probleme auslöst. Hintergrundinformationen: Tabuthema Wechseljahre: Was Frauen am Arbeitsplatz helfen kann | BR24.

Anteil der Frauen in Unternehmensvorständen inzwischen bei 25 Prozent:

Frauen bauen ihre Position in den Führungsetagen der deutschen Wirtschaft deutlich aus und stellten im vergangenen Jahr ein Viertel der Mitglieder in den Vorständen von Dax-Konzernen. Seit 2020 stieg der Frauenanteil im Top-Management von 13 auf 25 Prozent. Hintergrund: In den 160 börsennotierten Unternehmen in Deutschland ist nur jeder fünfte Vorstandsposten mit einer Frau besetzt und zwei Firmen haben keine Frau im Vorstand. Allerdings müssen Frauen ihren Posten häufiger räumen als Männer.

Und Hollywood vermeldete im vergangenen Jahr:

Erstmals gleich viele weibliche und männliche Hauptrollen:

2024 spielten erstmals genauso viele Frauen wie Männer die Hauptrollen in US-Blockbustern: 42 Prozent der Top-100-Filme hatten weibliche Protagonistinnen, ebenso viele männliche, 16 Prozent der Filme hatten keine Hauptrolle. Dennoch sind Frauen über 45 Jahren unterrepräsentiert, ebenso People of Color.

Weitere Informationen zum Internationalen Frauentag gibt es hier:

Internationaler Frauentag - UN Women Deutschland

WDR: Island: Ein Tag ohne Frauen - hier anschauen