Sensibilisierung der Landkreis-Mitarbeitenden mit der internen Aktion »Perspektivwechsel - Inklusion beginnt im Kopf«
Warum beginnt Inklusion im Kopf? Weil Barrierefreiheit weit mehr bedeutet als Rampen und Aufzüge zu installieren. Sie beginnt dort, wo Vorurteile enden: im Denken, im Alltag, im Miteinander.
Wir neigen dazu, Menschen in Schubladen stecken, und wer “anders” ist als die Mehrheit, wird leider allzu häufig unterschätzt. Es wird nicht gesehen, dass Menschen, deren Wahrnehmung, Verhalten oder Fähigkeiten von der gesellschaftlichen Norm abweichen, oft Perspektiven, Talente und Denkweisen mitbringen, die vielen Teams guttun. Inklusion heißt dementsprechend nicht Mitleid, sondern Respekt und Anerkennung, nicht Ausgrenzung, sondern Begegnung und Teilhabe.
Wir alle sollten dazu beitragen, Vielfalt sichtbar und selbstverständlich zu machen und nur, wenn wir unsere Haltungen hinterfragen, können wir Inklusion erreichen – in Bildung, Arbeit, Freizeit und öffentlichen Räumen. Denn es trifft zu, was Altbundespräsident Richard von Weizsäcker in einer Weihnachtsansprache den Menschen als Aufruf zu einem Perspektivwechsel mit auf den Weg gab: „Nicht behindert zu sein ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das jedem von uns jederzeit genommen werden kann.“
Diesbezüglich hatten die Landkreis Mitarbeiter am Dienstag, den 25. November 2025 die Möglichkeit den Perspektivwechsel vom gesunden Menschen zum Menschen mit Beeinträchtigungen auszuprobieren. So konnte an verschiedenen Stationen erlebt werden, wie es sich beispielsweise anfühlt im Rollstuhl zu sitzen, eine Sehstörung zu haben oder durch Rheuma eingeschränkt zu sein. Dabei konnten Selbsterfahrungen gesammelt werden, welche Barrieren sich bei einer körperlichen Beeinträchtigung tagtäglich aufbauen.
Für Fragen standen an diesem Tag Sonja Jussen vom Beirat für Menschen mit Behinderungen und Janine Böttcher Projektleitung Inklusion von der Stabstelle Inklusion zur Verfügung.