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Datum: 19.12.2025

Stiftung Zukunftsfonds Asse beschließt umfangreiche strategische Weichenstellungen und fördert regionale Projekte mit einer halben Million Euro

Der Rat der Stiftung Zukunftsfonds Asse bewilligte sich in seiner 43. Sitzung Fördermittel in Höhe von 497.000 Euro für Projekte im Landkreis Wolfenbüttel, unter anderem für den Flächenerwerb zur Erweiterung der KZ-Gedenkstätte Schandelah-Wohld und einen Leihflügel für die Region, welcher regionalen Kulturakteuren durch die Landesmusikakademie zur Verfügung gestellt werden soll.

Die Stiftung Zukunftsfonds Asse setzt durch neue Sonderprogramme weitere Schwerpunkte zur Engagementförderung und Demokratiestärkung

Beschlossen wurde das „Sonderprogramm Mikroförderungen“, das bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt im Landkreis Wolfenbüttel stärken soll. Dieses Programm zielt darauf ab, kleine Beträge unkompliziert für gemeinwohlorientierte Projekte zur Verfügung zu stellen, die insbesondere eine Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern fördern.

Der Stiftungsrat beschloss ebenfalls die Einführung des Sonderprogramms „KLASSE Orte – Mehrwert durch Miteinander“ zur Entwicklung von multifunktionalen, gemeinwohlorientierten Begegnungsorten im Landkreis Wolfenbüttel. Diese Orte sollen den Austausch und die Kommunikation fördern und einen Gegenpol zum Trend zunehmender Individualisierung und Vereinsamung bilden, indem sie Freizeit-, Bildungs- und Kulturangebote in einem anregenden und inspirierenden Umfeld bieten.

Zukünftig wird es zudem möglich sein, dass Projekte mehrfach und auch Einzelveranstaltungen durch den Assefonds gefördert werden können.

Zum Abschluss der Sitzung würdigte Landrätin Christiana Steinbrügge, Vorsitzende des Stiftungsvorstandes, die Arbeit von Kirsten Steffen-Schreiber, die nach sechsjähriger Tätigkeit in der Stiftungsverwaltung in dem Ruhestand wechselt, und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit.

Die Sitzung fand in der neu sanierten Samsonschule statt und markierte zudem das zehnjährige Jubiläum der ersten Stiftungsratssitzung am 30.11.2015. Vorab führte Dr. Elke-Vera Kotowski, Chefkuratorin der Moses Mendelssohn Stiftung, die Stiftungsratsmitglieder durch die Ausstellung, die vom Assefonds gefördert wurde. Hier erhielten sie einen Eindruck von der wechselvollen Geschichte des Gebäudes. Die Samsonschule war einst eine jüdische Freischule und Keimzelle des Reformjudentums. In dem historischen Gebäude ist neben dem Umbau zu einem Wohnheim auch ein Ort des Lernens, Gedenkens und der Begegnung geschaffen worden, der historische Ereignisse in der Gegenwart erlebbar macht und einen innovativen Ansatz für die Erinnerungskultur der Zukunft schafft.

Quelle: Stiftung Zukunftsfonds Asse