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Ehrenamtlicher Fahrer des DRK-Sozio-Med-Mobils Ulrich Kuball

Engagement des Monats

Welches Ehrenamt führen Sie aus?

Ich bin mit dem Sozio-Med-Mobil ehrenamtlich als eine*r von sieben Fahrer*innen in der Samtgemeinde Elm-Asse unterwegs. Mit dem Sozio-Med-Mobil helfen wir mobilitätseingeschränkten Menschen bei der Anbindung an das Gesundheitssystem und bringen diese von der eigenen Wohnstätte zu ihren medizinischen Terminen. Durch die Arbeit im Sozio-Med-Mobil ergab es sich auch, dass ich bis Anfang des Jahres ebenfalls Pate einer afghanischen Familie war. Während meines Berufslebens habe ich bereits an verschiedenen sozialen Projekten der Siemens AG in Zusammenarbeit mit der Bürgerstiftung Braunschweigs teilgenommen, die sich für soziales Engagement in Braunschweig engagieren. Für die Zukunft habe ich mich als freiwilliger Helfer für die mobile Kontaktverfolgung von Corona-Fällen gemeldet.

Wie sind Sie zum DRK und dem Sozio-Med-Mobil gekommen?

Im Sommer 2018 las ich eine Zeitungsannonce, in der das DRK Fahrer*innen für das Sozio-Med-Mobil suchten. Dort habe ich mich beworben und bin seit 2018 als eine*r der ersten Fahrer*innen beim Sozio-Med-Mobil. Das gab mir auch die Möglichkeit, das System noch mit aufzubauen und aktiv an dessen Verbesserung mitwirken zu können. Dennoch ziehe ich meinen Hut vor der Arbeit der Mitarbeiter*innen des DRKs, die das Projekt wirklich hervorragend vorbereitet haben.

Warum haben Sie sich für eine ehrenamtliche Tätigkeit entschieden?

Schon während meiner beruflichen Phase habe ich immer gedacht, dass ich irgendwann etwas im sozialen Bereich machen möchte, um der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Ich bin in einem Land aufgewachsen, in dem kein Krieg herrscht(e) und das mir viel ermöglicht und geboten hat – unter anderem die Möglichkeit den kompletten zweiten Bildungsweg durchlaufen zu können, bis hin zum Hochschulabschluss. Auf meinem Weg bin ich vielen Menschen begegnet, die mich unterstützt und ermutigt haben, die mir beistanden und mich begleiteten. Da war mir klar, dass ich den Menschen und der Gesellschaft etwas zurückgeben möchte.

Was bedeutet Ehrenamt für Sie?

Ehrenamt heißt für mich, dass es dort einen Menschen gibt, der eine Tätigkeit ausführt, die im Sinne der Gesellschaft ihre Wirkung entfaltet. Ich bin der Meinung, dass wenn man etwas macht, sollte man es richtig machen oder sein lassen. Und so führe ich auch meine ehrenamtliche Tätigkeit aus: mit dem Anspruch an mich selbst, es richtig zu machen – und mit sehr viel Herzblut.

Was können Sie ganz persönlich aus dem Ehrenamt ziehen?

Ich selbst komme aus dem Industriesektor, welcher sehr produktionsorientiert arbeitet. Die Arbeit im sozialen Bereich erforderte eine große Umstellung und hat mich oft in viele neue Situationen gebracht, für die ich sehr dankbar bin. Besonders in der Arbeit mit Geflüchteten und dem Sozio-Med-Mobil ist ein viel höheres Maß an Empathie notwendig – denn hier steht der Mensch im Vordergrund meiner Arbeit.
Das DRK begleitet das Ehrenamt sehr gut, so konnten wir z.B. an einem Fahrsicherheitstraining mit dem Bus des Sozio-Med-Mobil teilnehmen und aktuell auch an einem Seminar zum Kompetenzaufbau im Ehrenamt.

Welchen Eindruck haben Sie, wie das ehrenamtliche Engagement wahrgenommen wird?

Ich denke, dass das Ehrenamt als extrem positiv wahrgenommen wird und sehr viele Menschen wissen, dass viele Dinge ohne Ehrenamt in der Gesellschaft nicht funktionieren würden bzw. nicht in diesem Maße funktionieren würden.