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Corona-Virus: Häufig gestellte Fragen zur Quarantäne und Reiserückkehrer

Diese Informationen gelten für Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises Wolfenbüttel. Sollten Sie in einem anderen Landkreis oder gar einem anderem Bundesland wohnen, müssen Sie sich an ihr dort zuständiges Gesundheitsamt wenden. 

Wer muss in Quarantäne?

In Quarantäne müssen alle Menschen, die positiv auf eine Corona-Virus-Infektion getestet wurden und die Menschen, die Kontakt mit einem nachweislich mit dem Corona-Virus infizierten Menschen hatten. Die zuletzt genannte Gruppe ist ansteckungsverdächtig, ohne bereits krank zu sein. Auch Reiserückkehrende unterliegen unter manchen Umständen den Quarantäneregeln (siehe nächste Fragen).

Das Gesundheitsamt ordnet die Quarantäne an, beziehungsweise stellt das Vorliegen der Voraussetzungen fest. In der Regel sollen sich die betroffenen Menschen zu Hause isolieren. Schwerkranke werden gegebenenfalls im Klinikum isoliert.

Ich plane eine Auslandsreise – was muss ich beachten?

Informieren Sie sich auf der Webseite des RKI, ob das von Ihnen geplante Reiseziel als Risikogebiet eingestuft ist. Wenn dies der Fall sein sollte, sollten Sie möglichst auf die Reise verzichten. Reiserückkehrer aus einem Land, das das RKI als Risikogebiet eingestuft hat, sind nämlich verpflichtet, sich im Anschluss an die Reise für 14 Tage in Quarantäne (Absonderung) zu begeben.

Ich war auf Auslandsreise in einem Risikogebiet – was muss ich beachten?

Sie sind grundsätzlich verpflichtet, sich nach Ihrer Rückkehr unverzüglich abzusondern. Das bedeutet in der Regel, dass Sie sich auf direktem Wege nach Hause begeben und dort isolieren müssen und sich beim Gesundheitsamt telefonisch (05331 – 84 503) oder per E-Mail (ifsg@lk-wf.de) melden müssen. Bitte erscheinen Sie nicht persönlich beim Gesundheitsamt. Das Gesundheitsamt stellt die Verpflichtung zur Quarantäne fest und informiert Sie über die Dauer und worauf Sie zu achten haben.

Bitte nutzen Sie zur Anzeige einer Reiserückkehr aus einem Risikoland diese Rückkehrermeldung:

Außerdem sind Sie dazu verpflichtet, sich auf eine Infektion mit dem Corona-Virus testen zu lassen. Testmöglichkeiten gibt es beispielweise an Flughäfen und Grenzübergängen. Wenn Sie ohne Test bereits wieder an ihrem Wohnort angekommen sind, kontaktieren Sie telefonisch Ihren Hausarzt oder den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117, damit eine Testung veranlasst werden kann.

Änderung ab dem 1. Oktober: Ab dem 1. Oktober 2020 können Reiserückkehrende aus Risikogebieten frühestens 5 Tage nach Einreise einen Test machen - sofern dieser negativ ist, werden sie aus der Quarantäne entlassen.

Ich habe ein negatives Testergebnis vorliegen – muss ich trotzdem in Quarantäne?

Als Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet brauchen Sie sich nicht abzusondern, wenn Sie ein negatives Testergebnis nach einem Rachenabstrich (molekularbiologische Testung durch PCR-Test) in deutscher oder englischer Sprache vorweisen können. Ein Bluttest (zum Beispiel Antikörpertest) reicht nicht aus. Eine zusätzliche Bescheinigung des Hausarztes ist nicht notwendig. Der Test darf bei Einreise nicht älter als 48 Stunden sein. Sie müssen sich dennoch beim Gesundheitsamt melden. 

Beobachten Sie dennoch in der nächsten Zeit sorgfältig, ob Sie oder Ihre Mitreisenden typische Symptome (zum Beispiel Husten, erhöhte Temperatur) entwickeln und informieren Sie darüber telefonisch Ihren Hausarzt. Außerhalb der Sprechzeiten nutzen Sie bitte die Telefonnummer 116 117 des kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes.

Muss ich mich generell als Reiserückkehrer aus dem Ausland testen lassen? Wo geht das?

Die freiwilligen Testmöglichkeiten für Rückkehrende aus Nicht-Risikogebieten wurde mittlerweile eingestellt.

Beobachten Sie dennoch in der nächsten Zeit sorgfältig, ob Sie oder Ihre Mitreisenden typische Symptome (zum Beispiel Husten, erhöhte Temperatur) entwickeln und informieren Sie darüber telefonisch Ihren Hausarzt. Außerhalb der Sprechzeiten nutzen Sie bitte die Telefonnummer 116 117 des kassenärztlichen Bereitschaftsdienstes.

Muss ich als Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet den Test bezahlen?

Der Pflicht-Test ist für Sie kostenfrei. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten. 

Was passiert während einer Quarantäne?

Während der Quarantäne darf das Haus nicht verlassen werden – auch nicht für kurze Zeit oder um Besorgungen zu erledigen. Betroffene können Familienangehörige, Freunde oder Nachbarn bitten, zu helfen und beispielsweise Lebensmittel zu besorgen, die dann vor der Haustür abgestellt werden können. Sollte dies nicht möglich sein, kann das Gesundheitsamt eine Versorgung veranlassen.

Um den Gesundheitszustand der betroffenen Personen im Blick zu behalten, steht das Gesundheitsamt mit ihnen in Kontakt. Wenn sich Symptome, wie beispielsweise eine erhöhte Körpertemperatur, zeigen, wird ein Test veranlasst.

Auch in der Quarantäne ist es möglich soziale Kontakte zu pflegen – nur eben nicht persönlich. Der Austausch und Kontakt mit Freunden und Familie über Telefon und Internet kann helfen, die Quarantäne gut zu überstehen.

Den eigenen Garten darf man während der Quarantäne übrigens betreten.

Was passiert, wenn jemand gegen die Quarantäne-Auflagen verstößt?

Die Quarantäne dient dem Schutz aller Menschen vor der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus. Es ist daher sehr wichtig, sich an die Anordnung zu halten. Bei Verstößen gegen eine angeordnete Quarantäne ist ein Bußgeld in Höhe von bis zu 25.000 Euro vorgesehen. In besonderen Fällen können Verstöße mit Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe geahndet werden.

Wann wird man wieder aus der Quarantäne entlassen?

Wenn jemand, der gar nicht erst getestet wurde, nach 14 Tagen Quarantäne symptomfrei und gesund ist, endet die Quarantäne.

Falls jemand positiv auf das Corona-Virus getestet wurde, ist der Ablauf folgender: Sofern kein Krankenhausaufenthalt aufgrund eines leichten Verlaufs bestand, erfolgt frühestens 14 Tage nach Symptombeginn die Beendigung der Quarantäne. Voraussetzung dazu ist, dass der Betroffene mindestens 48 Stunden zuvor symptomfrei war. Die Entlassung aus der Quarantäne erfolgt nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt.

Aufgrund einer angeordneten Quarantäne habe ich Verdienstausfall erlitten. Wo kann ich Entschädigung beantragen?

Wer aufgrund des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) einem Tätigkeitsverbot oder einer Absonderung unterliegt oder unterworfen wurde und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, kann Entschädigung beantragen. Die Beantragung erfolgt durch den Arbeitgeber oder durch die selbstständige Person. Wer sich jedoch in ein Land begeben hat, das vor Reiseantritt bereits als Risikogebiet ausgewiesen war, hat keinen Anspruch auf Entschädigung.

Mehr Informationen dazu finden Sie hier:

Informationen des RKI rund um Quarantäne in weiteren Sprachen

Englisch (PDF)
Französisch (PDF)
Russisch (PDF)
Türkisch (PDF)