Sprungziele
Suche
© Pixabay
Inhalt

Handlungsplan Inklusion: Trotz Corona Fortschritte gemacht

Anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember blickt der Landkreis Wolfenbüttel auf den Werdegang des Handlungsplans Inklusion zurück und zeigt auf, welche ersten Maßnahmen bereits umgesetzt werden. Denn das Mammut-Projekt ging trotz Corona-Pandemie weiter voran.

Rückblick: Anfang 2018 beauftragte der Kreistag die Landkreisverwaltung einen kommunalen Handlungsplan Inklusion zu erstellen. Als große Auftaktveranstaltung fand im Oktober 2019 ein Inklusionsworkshop in der Wolfenbütteler Lindenhalle statt. Dort verfassten sieben Arbeitsgruppen 25 Ziele und sammelten zahlreiche Ideen für konkrete Maßnahmen, die den Landkreis inklusiver machen können.

An den Workshop schloss sich die Arbeitsgruppenphase an, die von November 2019 bis Februar 2020 andauerte – glücklicherweise konnten die Arbeitsgruppen vor Beginn der Pandemie ihre Beratungen beenden. In drei Prozessschritten wurde in jeder Arbeitsgruppe, abgeleitet aus den Workshop-Zielen, jeweils ein Wunschbild, mittelfristige Ziele und konkrete Maßnahmen erarbeitet. Der daraus erarbeitete Entwurf für den Handlungsplan wurde dann den Bürgermeistern der Stadt und den Samt- und Einheitsgemeinden vorgestellt. In der folgenden Zeit stellte der verantwortliche Dezernent für Schule, Jugend und Soziales, Bernd Retzki, den Handlungsplan in den politischen Gremien und Verwaltungen der Kommunen vor. Im Juli 2020 war der Handlungsplan Inklusion endlich beschlossene Sache.

„Durch die Vorstellung des Handlungsplans konnten wir, auch bei uns in der Landkreisverwaltung, viele für das Thema Inklusion sensibilisieren und aufzeigen, dass das Thema so umfassend ist, dass alle daran mitarbeiten können, unseren Landkreis inklusiver zu gestalten“, so Retzki.

Am 26. Oktober 2020 sollte der Handlungsplan im Rahmen eines großen Fachtages mit verschiedensten Akteuren aus dem Landkreis in der Lindenhalle präsentiert, diskutiert und natürlich auch weiterentwickelt werden. „Dies war unter Corona-Bedingungen leider nicht möglich. Wir möchten die Veranstaltung allerdings 2021 unbedingt nachholen, weil es wichtig ist, dass wir weiter am Ball bleiben“, sagt Katrin Palm, Projektleiterin Inklusion im Landkreis Wolfenbüttel.

Corona konnte allerdings einigen konkreten Maßnahmen nicht im Wege stehen. Im Gebäude des Sozialamtes am Harztorwall wird ein Fahrstuhl eingebaut, damit Bürgerinnen und Bürger das Gebäude barrierefrei betreten können. Im Frühjahr 2021 soll die Baumaßnahme abgeschlossen sein. Aber auch kleinere Projekte gehen voran, so wird noch am Ende des Jahres die Internetseite des Landkreises auf Barrierefreiheit geprüft, damit im folgenden Jahr die Mängel behoben werden können und alle Bürgerinnen und Bürger den Service gleich gut nutzen können.

Zudem gibt es Planungen Erklär-Videos in einfacher Sprache zu produzieren, um Verwaltungsleistungen verständlich für alle darzustellen und auch eine App mit dem Arbeitstitel „Wolfenbüttel inklusiv“ ist im Gespräch. „Das ist eine Auswahl an Maßnahmen, die wir in der Landkreisverwaltung vorantreiben, aber der kommunale Handlungsplan Inklusion bezieht sich nicht nur auf die Landkreisverwaltung, sondern den gesamten Landkreis. An vielen Stellen gibt es Überlegungen und Pläne, wie wir unser Zusammenleben inklusiver gestalten können“, erklärt Retzki.

Inklusion – Was ist das eigentlich?

Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch dazu gehört. Egal wie er aussieht, welche Sprache er spricht oder ob er eine Behinderung hat. Alle können mitmachen. Wenn alle Menschen dabei sein können, ist es normal verschieden zu sein.