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Der Landesblindenfond soll blinde Menschen, besonders in außergewöhnlichen Lebenssituationen, finanziell unterstützen, um so lange wie möglich eine selbstständige und eigenverantwortliche Lebensgestaltung zu erreichen.

Eine außergewöhnliche Lebenssituation liegt zum Beispiel vor, wenn

  • bei einer Person innerhalb der letzten vier Jahre vor Eingang eines Antrages eine Erblindung oder eine starke Sehbehinderung festgestellt wurde,
  • eine blinde oder stark sehbehinderte Person alleine lebt, weil in den letzten 18 Monaten vor Eingang des Antrags eine bisher in ihrer häuslichen Gemeinschaft lebende, sehende Person die häusliche Gemeinschaft verlassen hat,
  • eine blinde oder stark sehbehinderte Person erstmalig eine der folgenden Tätigkeiten beginnt: eine Ausbildung, ein Studium, eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt oder in einer Werkstatt für behinderte Menschen,
  • eine blinde oder stark sehbehinderte Person berufsbedingt den Wohnort wechselt (z.B. durch Wechsel der Arbeitsstätte oder Beginn einer Umschulung),
  • eine blinde oder stark sehbehinderte Person ein Kind oder mehrere Kinder unter 16 Jahren, die mit ihr in häuslicher Gemeinschaft leben, tatsächlich betreut,
  • eine blinde oder stark sehbehinderte Person an Selbsthilfemaßnahmen teilnimmt, die nicht durch Dritte, insbesondere Sozialversicherungs- oder Sozialleistungsträger, finanziert werden,
  • eine blinde oder stark sehbehinderte Person zusätzlich gehörlos ist.