Psychiatrischer Trialog: Austausch auf Augenhöhe wird fortgesetzt
Der Sozialpsychiatrische Verbund des Landkreises Wolfenbüttel setzt seine Veranstaltungsreihe „Psychiatrischer Trialog“ in der zweiten Jahreshälfte 2026 fort. Der Trialog bietet Menschen mit psychischen Belastungen, Angehörigen, Fachkräften und Interessierten einen geschützten Raum für einen Austausch. Das Angebot ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Kommende Termine
Der nächste Trialog findet am 18. August 2026 von 17:30 bis 19:00 Uhr im Stadtteiltreff „Ulme“, Ulmenweg 2b in Wolfenbüttel, statt. Thema ist diesmal „Selbstwertgefühl“. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich, und Teilnehmende können anonym bleiben. Weitere Termine sind der 15. September 2026, der 17. November 2026 und der 15. Dezember 2026, jeweils im Stadtteiltreff „Ulme“.
Ansprechpersonen für Fragen und Informationen:
Psychiatriekoordinatorin A. Hannah Heuer (05331 847460, spv@lk-wf.de) oder an Genesungsbegleiterin Ingrid Hollmann (01577 7042406, EX-IN@gmx.net).
Gemeinsames Gespräch steht im Mittelpunkt
„Es ist schöner, einen Menschen zu verstehen, als über ihn zu richten.“ – dieses Zitat des Schriftstellers Stefan Zweig beschreibt gut die Haltung im Psychiatrischen Trialog. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Gespräch über Erfahrungen mit psychischen Krisen und den Umgang damit. Zu Beginn jeder Veranstaltung gibt es einen kurzen Impuls-Vortrag zum jeweiligen Thema. Im Anschluss sind alle eingeladen, ihre Perspektiven, Erlebnisse und Gedanken einzubringen. Eine Moderatorin sorgt für einen klaren Rahmen, benennt zu Beginn die Gesprächsregeln und unterstützt dabei, dass der Austausch wertschätzend und geschützt bleibt.
„Ich konnte aus den Worten der Anderen und meinen eigenen Gedanken sehr viel mitnehmen. Am stärksten wuchs das Gefühl, dass ich nicht alleine bin. Die geteilten Gefühle wirkten auf mich befreiend und nahmen mir die Angst und Zweifel, alleine mit meinen Problemen zu sein“, beschreibt eine Teilnehmerin ihre Erfahrungen.
Hintergrund
Der erste Teil der Veranstaltungsreihe fand bereits mit bis zu 20 Teilnehmenden statt. Es entstand ein lebendiger Austausch zwischen Betroffenen, Angehörigen und Fachkräften. Da der ursprüngliche Titel „Multilog“ vereinzelt für Irritationen sorgte, wurde die Reihe in den gängigeren Begriff „Trialog“ umbenannt.
Der Psychiatrische Trialog ist als fortlaufendes Angebot konzipiert. Jede Veranstaltung ist in sich abgeschlossen, sodass eine Teilnahme auch an einzelnen Terminen möglich ist.