Sprungziele
© Pixabay
Inhalt
Datum: 17.09.2026

Peter-Räuber-Schule feiert 50-jähriges Bestehen mit großem Zirkusprojekt

Jubiläum in Wolfenbüttel

Mit einem feierlichen und bunten Festakt hat die Peter-Räuber-Schule am 9. September 2026 ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert. In einem eigens dafür aufgebauten Zirkuszelt auf der Sportfläche Teichgarten kamen Schülerinnen und Schüler, das Kollegium, Eltern sowie zahlreiche Gäste aus Politik und Stadtgesellschaft zusammen, um ein halbes Jahrhundert sonderpädagogische Bildungsarbeit und gelebte Inklusion zu würdigen.

Eine Reise durch fünf Jahrzehnte Schulgeschichte

Förderschulrektor Patrick Wiebe eröffnete das Programm, das von den Schülerinnen und Schülern maßgeblich mitgestaltet wurde. Das Publikum wurde auf eine Reise durch die vergangenen 50 Jahre mitgenommen: Von den Anfängen mit 56 Kindern, über die umfassenden Neubauten bis hin zur heutigen, modern ausgestatteten Einrichtung, in der aktuell 141 Schülerinnen und Schüler lernen. Neben dem historischen Rückblick sorgte unter anderem die schuleigene Zauber-AG für unterhaltsame Momente in der Manege.

Inklusion und Selbstständigkeit im Fokus

Landrätin Christiana Steinbrügge hob in ihrer Ansprache die besondere Philosophie der Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung hervor. Seit 1996 trägt die Einrichtung den Namen ihres ehemaligen Schülers Peter Räuber. Diese Namensgebung stehe stellvertretend für die Haltung der Schule: Jeder Mensch hat ein Recht auf Bildung, Teilhabe und Respekt.
„Das Bildungsziel dieser Schule lautet: So viel Hilfe wie nötig, so viel Unabhängigkeit wie möglich“, betonte Steinbrügge. Die Schule bereite die Jugendlichen durch lebenspraktischen Unterricht, wie die Arbeit in der Schülerfirma, das Kochen in der Lehrküche oder die therapeutischen Ponystunden, optimal auf den Alltag vor. Zudem verwies die Landrätin auf die kontinuierlichen Investitionen des Landkreises in barrierefreie Räumlichkeiten sowie auf das Engagement des Fördervereins, der kürzlich einen neuen Schulbus für Ausflüge und Exkursionen ermöglichte.

Wertschätzung durch Politik und Stadtgesellschaft

Auch der Bürgermeister der Stadt Wolfenbüttel, Ivica Lukanic, gratulierte der Schulgemeinschaft. Er richtete seinen besonderen Dank an die Menschen, die das Schulleben tagtäglich prägen: die Lehrkräfte, das Betreuungspersonal und nicht zuletzt die Schülerinnen und Schüler selbst. Als nachhaltiges Geschenk für die Zeit nach der Zirkuswoche überreichte der Bürgermeister ein Fußballtor sowie Bälle für die aktive Pausengestaltung.

Ein starkes Netzwerk und ein eigener Schulsong

Dass die Peter-Räuber-Schule fest in der Region verankert ist, zeigte sich auch beim abschließenden Dank an das breite Netzwerk der Einrichtung. Kooperationen mit dem MTV Wolfenbüttel, dem Lessingtheater und dem Theodor-Heuss-Gymnasium (THG) bereichern den Schulalltag ebenso wie die kontinuierliche Unterstützung durch Stadt und Landkreis. Besondere Erwähnung fanden die Hans-und-Helga-Eckensberger-Stiftung, die das aktuelle Zirkusprojekt finanziell ermöglichte, sowie die Bäckerei Richter für das leibliche Wohl der Jubiläumsgäste. Die Zirkusfamilie, die das Projekt pädagogisch begleitet, erhielt ebenfalls großen Applaus.

Einen emotionalen Höhepunkt des Festakts bildete die Premiere des neuen Schulsongs, der von der gesamten Schulgemeinschaft – unterstützt durch Gebärdensprache – gemeinsam präsentiert wurde.

Im Anschluss an das offizielle Programm im Zirkuszelt lud die Schule die Gäste zu einem persönlichen Austausch bei Kaffee und Kuchen in die schuleigene Aula ein. Dort bot die begleitende Fotoausstellung weitere spannende Einblicke in die bewegte und erfolgreiche Geschichte der Peter-Räuber-Schule. Den krönenden Abschluss der Festwoche bildet eine große Zirkusvorstellung der Kinder und Jugendlichen am Freitag.