Regionalverband fördert zahlreiche ÖPNV-Maßnahmen in der Region
Mit rund 1,5 Mio. Euro förderte der Regionalverband Mobilitätsmaßnahmen in der Region. Zwischen Oktober 2025 und Juli 2026 hat der Regionalverband dieses Geld für den barrierefreien Umbau von Bushaltestellen, für die Aufwertung von Umfeldern von Stationen, für Radprojekte und Fahrgastzählsysteme in Bussen bewilligt.
Darüber informierte Fritz Rössig, Abteilungsleiter Verkehr, die Mitglieder des Ausschusses für Verkehr an diesem Dienstag. „Wir nutzen die uns zur Verfügung stehenden Gelder aus Bundes- und Landesmitteln, um wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung der Mobilitäts-Infrastruktur in unserer Region zu geben. Ohne unsere Förderungen könnten viele Kommunen die Anstrengungen nicht stemmen bzw. die Umsetzungszeiträume würden sich deutlich verlängern“, sagte Rössig. Auch in finanziell schwierigen Zeiten für den ÖPNV erweise sich der Regionalverband als zuverlässiger Partner für die Kommunen in der Region. „Gemeinsam mit dem Land und den Kommunen sorgen wir für einen einfachen Zu- und Umstieg zwischen den Verkehrsmitteln Bahn, Bus, PKW und Fahrrad, zum Beispiel durch den Bau von Park&Ride- und Bike&Ride-Anlagen. Dazu gehören auch barrierefrei zugängliche, attraktive Bahnhöfe und Haltestellen, idealerweise mit weiteren Services.“ Rössig berichtete zudem über die umgesetzten Mobilitätsprojekte aus dem Nahverkehrsplan und erhielt das Mandat, die Beschleunigung von Bussen gemeinsam mit den Kommunen und Verkehrsunternehmen voranzutreiben.
Ausbau barrierefreier Bauhaltestellen
Hierbei bezuschusst der Verband Baukosten für den barrierefreien Umbau von Bushaltestellen, wenn die LNVG die Hauptförderung (75 Prozent) übernimmt. Die Kommunen müssen dann nur 12,5 Prozent der gesamten Kosten selbst finanzieren. Insgesamt wurden im vorigen Jahr 21 Kommunen Zuwendungen von mehr als 1,1 Millionen Euro bewilligt. Von den rund 6.000 Haltestellen in der Region sind mehr als ein Drittel barrierefrei.
Attraktive Bahnhalte und Bushaltestellen
Mit dem Programm der „Umfeldaufwertung“ bezuschusst der Regionalverband Baumaßnahmen, mit denen sogenannte Zugangsstellen – also Bahnhalte oder Bushaltestellen – gestalterisch und funktional aufgewertet werden, damit sich die Fahrgäste dort gut aufgehoben fühlen und den ÖPNV gerne nutzen. Die Förderquote beträgt bis zu 75 Prozent. Beispiele sind das Bahnhofsumfeld SZ-Thiede oder die Bushaltestellenanlage „Steinweg“ in Gifhorn. Insgesamt hat der Verband hier Zuwendungen von rund 240.000 Euro bewilligt.
Daten für eine zielgerichtete Planung
Um den Nahverkehr auf der Straße zielgerichtet gestalten zu können, bedarf es valider Grundlagen und Daten. Deshalb finanziert der Regionalverband für die Verkehrsunternehmen in der Region „Automatische Fahrgastzählsysteme“ in den Bussen in diesem Jahr mit rund 56.000 Euro.
Förderprogramm Rauf aufs Rad
Rund 40.000 Euro kamen Vereinen, Verbänden, private Initiativen oder Kommunen für verschiedene Rad-Projekte zugute. In diesem Jahr schüttete der Regionalverband bereits zum achten Mal Fördergelder mit seinem Programm „Rauf aufs Rad“ aus. Radfahren ist gut fürs Klima und für den Verkehr – deshalb stärkt der Regionalverband im Rahmen seiner Verkehrs- und Klimastrategie die regionale Radmobilität.
Erster Kompaktbericht des Nahverkehrsplans 2025
Im ersten Kompaktbericht für den Nahverkehrsplan 2025 stellt der Regionalverband vor, welche Projekte umgesetzt wurden, welche Weichen für die nächsten Jahre gestellt sind und wo es in der Region Neuerungen im ÖPNV gibt. Beispielsweise wurden zwei Verkehrsverträge im SPNV neu ausgeschrieben und vergeben. Das enno-Netz bleibt bis 2038 beim Eisenbahnunternehmen metronom, die DB Regio fährt weiterhin die Strecke zwischen Magdeburg und Braunschweig. Die RegioBus-Verkehre sind für das Jahr 2027 gesichert und das Bedarfsangebot flexo soll künftig als fester Bestandteil des lokalen Busverkehrs geführt werden.
Busse sollen Vorrecht bekommen
Der Ausschuss empfahl zudem einstimmig, die ÖSPV-Beschleunigung im Verbandsgebiet voranzubringen. Damit bekommen Busse beispielsweise auf bestimmten Strecken Vorrang vor anderen Verkehrsmitteln, weil Ampeln für sie schneller grün und die Busse über separate Fahrwege geführt werden. Ziel des Regionalverbands ist es, ein regionsweites standardisiertes System zu etablieren, von dem auch interkommunale Buslinien im Stadtgebiet profitieren. Damit könne eine effiziente, vernetzte und betrieblich zuverlässige Mobilität im gesamten Verbandsgebiet entstehen, blickt Rössig voraus.
Der Ausschuss empfahl, dazu ein Gutachten in Auftrag zu geben, dass sogenannte Schwachstellen analysiert, Beschleunigungsmaßnahmen erarbeitet, die dann Grundlage für die konkrete Förderbeantragung sein sollen. Im Haushaltsjahr 2027 stellt der Regionalverband dafür 350.000 Euro bereit.
Förderungen des Regionalverbandes
Alle Förderungen hat der Regionalverband Großraum Braunschweig in diesem Dokument veröffentlicht, darunter sind mehrere Förderungen im Landkreis Wolfenbüttel.
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Quelle: Presseinformation Regionalverband Großraum Braunschweig